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Stiftung «fondssuisse» unterstützt Privatwaldeigentümer nach Sturmschäden

«fondssuisse» ist eine Stiftung, welche Hilfe leistet bei Schäden von nicht vorhersehbaren Naturereignissen. Nach dem Sturm Burglind sind Beiträge an Privatwaldeigentümer in besonderen Härtefällen möglich.
Ein schwerer Sturm wie Burglind ist nicht vorhersehbar und kann viel Schaden anrichten. Man betrachtet dies bei fondssuisse als „nicht versicherbare Elementarschäden“. Betroffen können Strassen, Wege, Brücken oder auch Wälder sein. Entschädigungen sind allerdings nur für Privatwaldeigentümer möglich – und nur in Härtefällen, wenn die Kosten für Rüst- und Aufräumungsarbeiten nicht anderweitig gedeckt werden können.
In den meisten Kantonen werden Schadenmeldungen via Forstdienst entgegengenommen und an die betroffenen Gemeinden weitergeleitet. In einigen Kantonen werden Entschädigungsgesuche durch eine kantonale Stelle entgegengenommen.
Fondssuisse vergütet in der Regel 60 Prozent des anrechenbaren Schadens. In vielen Kantonen werden die Leistungen von fondssuisse aus kantonalen Hilfsfonds ergänzt. Subventionen von Bund, Kanton und/oder Gemeinden, Versicherungsleistungen, Haftpflichtansprüche sind voll auszuschöpfen unabhängig davon, ob fondssuisse einen Beitrag leistet. Damit stellt fondssuisse sicher, dass nur dort Hilfe geleistet wird, wo keine anderen Stellen mehr helfen.
Der Schaden sollte sofort nach Schadenseintritt oder Feststellung des Schadens bei der Anlaufstelle gemeldet werden. Die Schadenanzeige ist durch die Gemeinde auszufüllen und innert drei Monaten nach Schadeneintritt mit der Liste der Geschädigten bei der kantonalen Amtsstelle einzureichen.
Für jeden Geschädigten wird ein durch den Experten ausgefülltes „Schätzungsprotokoll“ beigelegt. Es gibt Abzüge aufgrund der Höhe des steuerbaren Einkommens und des steuerbaren Vermögens. Massgebend sind die Steuerfaktoren des Steuerdomizils (steuerbares Einkommen und Vermögen, nach Sozialabzügen). Es ist Sache der Gemeinde, die Steuerfaktoren der Geschädigten an deren Wohnsitz einzuholen. Kein Abzug bis Fr. 100'000.- steuerbares Einkommen. Kein Abzug bis Fr. 1'000'000.- steuerbares Vermögen.
Waldschäden sind durch den Forstdienst zu behandeln. Es werden nur noch Härtefälle berücksichtigt (wenn die Rüst- und Aufräumungskosten durch Subventionen und Holzerlös nicht gedeckt werden können).
Weitere Infos: www.fondssuisse.ch/de/fondssuisse