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Schweizer Weihnachtsbäume: Trotz Unwetter auch dieses Jahr genügend vorhanden

Rund 1.5 Millionen Christbäume werden jährlich in der Schweiz verkauft. Etwas mehr als die Hälfte dieser Bäume werden über weite Strecken aus dem Ausland importiert. Schade, denn der Kauf eines einheimischen Christbaums ist nicht nur umweltfreundlich, sondern unterstützt auch die 500 Schweizer Landwirte und Forstbetriebe, deren Angebot an Bäumen trotz den diesjährigen Stürmen und dem nassen Sommer in hoher Qualität vorhanden ist.

Etwa 18 Kilogramm CO2 absorbiert ein Nadelbaum in den zehn Jahren, in denen er zu einem stattlichen Christbaum heranwächst. Gleichzeitig produziert er Sauerstoff und filtert grosse Mengen Staubpartikel aus der Luft. Ein wahrer Segen also für unser Ökosystem. Wird der Baum nach Weihnachten korrekt entsorgt, d.h. er landet in einer Kompostieranlage oder in einem Heizkraftwert, so gelangt das CO2 zwar wieder in die Atmosphäre zurück, aber eben nur so viel, wie während des Wachstums gebunden wurde.

Importierte Christbäume haben es in sich
Ein Weihnachtsbaum aus dem Ausland absorbiert natürlich während seines Wachstums genau gleich viel CO2 wie ein einheimischer. Aber je weiter seine Anreise ist, desto mehr graue Energie und CO2-Emissionen stecken in ihm. Die meisten importierten Bäume stammen aus Dänemark, wo sie in grossen Plantagen herangezogen werden. Oft werden diese Bäume aus Massenproduktion lange vor der Adventszeit geschlagen und müssen deshalb in energieintensiven Kühlhäusern zwischengelagert werden.

Einheimische Weihnachtsbäume von einheimischen Produzenten
Die Produktion von Schweizer Weihnachtsbäumen ist eine wichtige Einnahmequelle und sichert lokale Wertschöpfung. Die schweren Gewitter und Unwetter im Sommer 2021 haben einzelne Weihnachtsbaumproduzenten in gewissen Gegenden der Schweiz schwer getroffen. Die Hagelstürme sind aber glücklicherweise nicht flächenendeckend aufgetreten. Da der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Produzenten in der Schweiz gut funktioniert, können Produzenten, die stark betroffen waren, Weihnachtsbäume von ihren Kollegen aus anderen Gegenden beziehen, sodass die Versorgung aller Regionen grundsätzlich sichergestellt ist.

Medienmitteilung vom 17.11.2021