Aktuelles Detail

Im Wallis mehr Schutzwälder pflegen

Der Bund schlägt vor, 25% mehr Schutzwaldfläche zu behandeln, aber zwei Monate vor Ablauf der Frist ist das kantonale Finanzierungsmodel noch nicht klar festgelegt. Die Delegierten von Walliser Wald begrüssen einstimmig die Idee eines zweijährigen Moratoriums, das die aktuellen Bedingungen des jetzigen Finanzierungssystems beibehält.

87% der Wälder im Wallis sind prioritäre Schutzwälder. Der Vorschlag des Bundes 25% mehr Schutzwaldfläche zu behandeln begrüssen die Waldbesitzer umso mehr.

Die ausserordentliche Generalversammlung des Verbandes Walliser Wald vom 10. Oktober 2019 verzeichnete mit 87% der anwesenden Delegierten eine Rekordbeteiligung. Die Einsätze waren in der Tat hoch: Der Bund schlägt vor, 25% mehr Schutzwaldfläche zu behandeln, aber zwei Monate vor Ablauf der Frist ist das kantonale Finanzierungsmodel noch nicht klar festgelegt. Dem Kantonsbudget fehlt noch der kantonale Beitrag von 1,7 Mio. CHF pro Jahr oder 0,04% des Kantonsbudgets, um diese 400 ha zusätzlichen Schutzwälder mit der gleichen Finanzierungsmethode zu behandeln. Die Delegierten begrüssten einstimmig die Idee eines zweijährigen Moratoriums, das die aktuellen Bedingungen des jetzigen Finanzierungssystems beibehält.

Zurzeit wird die Schutzwaldpflege mit einer Einheitspauschale pro Fläche unterstützt. Die natürlichen Gegebenheiten im Kanton sind jedoch sehr unterschiedlich. Aus diesem Grund möchten die Waldbesitzer mit allen Partnern eine Arbeitsgruppe einrichten, um gemeinsam ein effizientes und faires Finanzierungsmodel zu entwickeln.