



| Holzmarktbericht 1/2010 |
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| Freitag, 05. Februar 2010 00:00 | ||
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Trotz der gesunkenen Preise stützt der finnische Privatwald mit seinen Mengen die eigene Holzindustrie und hilft somit den Sägewerken in der schwierigen wirtschaftlichen Situation. Italienische Baubranche erkennt, dass die in den vergangenen Jahren von Holz gewonnenen Marktanteile im Bau zulasten von anderen Baustoffen gehalten werden. Am 13. Januar tagte die Schweizer Holzmarktkommission in Bern. Sie geht für den Winter und Frühling 2010 von einer kontinuierlichen Rohholznachfrage und stabilen Preisen aus. Trotz besten Wetterbedingungen herrscht eine gespenstische Zurückhaltung im Privatwald.
Internationale Holzmärkte
Die Hausbaugenehmigungen in den USA erreichten im Dezember 2009 650`000 Hausbau-Einheiten. Dies sind gegenüber November 2009 +10%. Beim US-Schnittholz zeigt sich ein leichter Aufwärtstrend ab. Gegenüber letzter Woche legte die Dimension two-by-four (38mm mal 89mm) um 9 € / m3 zu. Aktuell liegt der Preis für dieses Sortiment, geliefert frei Grosse-Seen-Region bei € 148.2 (CHF 217.-) / m3. Die FEP, Europäische Föderation der Parkettindustrie beziffert einen Umsatzrückgang bei ihren Mitgliedern im 2009 gegenüber 2008 mit -15%. Der Rückgang im Parkettabsatz kam nicht überraschend, heisst es vonseiten der FEP. Aufgrund der Wirtschaftskrise sei das Verbraucherverhalten gesunken. Finnland / Russland Die finnische Holzindustrie übernahm im 2009 16,4 Mio. fm Rundholz aus dem Privatwald. Trotz der gesunkenen Preise stützt der Privatwald mit seinen Mengen die eigene Holzindustrie und hilft somit den Sägewerken in der schwierigen wirtschaftlichen Situation. Bei den Stockschlägen fiel der Nadelholzpreis um -20%, Birke fiel gar -27%. Die skandinavischen Waldbesitzer haben erkannt, dass eine finanziell starke Holzindustrie mit kurzen Transportdistanzen nachhaltig gesehen mehr Ertrag bringt als eine ständige Rundholzverknappung, welche allen Beteiligten der Holzkette schadet. Russland verschiebt ihre Zollerhöhung für Rundholzexporte bis 2011. Putin kündigt aber gleichzeitig das Festhalten am eingeschlagenen Kurs fest. Danach soll für die meisten Sortimente, welche als Rundholz exportiert werden der Ausfuhrzoll ab 1.1.2011 auf 80 % des Warenwertes festgelegt werden, aber nicht weniger als Euro 50 / m3. Ein Verzicht auf diese Erhöhung über 2011 hinaus ist gemäss Regierungskreisen nicht ausgeschlossen. Mit der Sanktion will Russland erreichen, dass ausländische Investoren Sägewerke in Russland bauen und die Wertschöpfung im Lande bleibt. Deutschland Von Januar bis November 2009 wurden mit 159`986 Einheiten noch -0.2% weniger Wohnungen genehmigt als im 2008. Mit 14`724 genehmigten Wohnungen im November 2009 (+20% zum Vorjahresmonat) machen Hoffnung das Jahresergebnis 2008 zu übertreffen. Deutschland ist mit seiner Pelletproduktion von 1,6 Mio. Tonnen im Europavergleich Spitzenreiter. Rund 28% der Mengen wurden exportiert. Mit einem Eigenverbrauch von 1.1 Mio. Tonnen nimmt der Pelletverbrauch eine beachtliche Grösse an. Ein ähnlicher Zuwachs zeigt sich auch in den umliegenden Ländern. Österreich Eine gute Rundholzversorgung melden die meisten österreichischen Sägewerke im Januar. Dies wird vordergründig mit den Einschnittstillständen bei gleichzeitiger Rundholzeinfuhr begründet. Die Preise sind in allen Bundesländern stabil. Der leichte Abwärtstrend der letzten Monate ist gestoppt. Im Januar 2010 ist der Durchschnittspreis des Fi- Standardsortiments Güteklasse B/C; Stärkeklasse 2a-3b netto frei Waldstrasse mit 77,17 €/fm (Fr. 113.-) gegenüber dem Vormonat geringfügig gestiegen (+1,2%). Gemäss Auskunft der Landesregierung Tirol blieb der Gesamteinschlag 2009 um 10% unter dem Wert von 2008. Umsatzminus bei Holzindustrie Egger Das niederösterreichische Unternehmen Egger Holzwerkstoffe verzeichnet für das erste Halbjahr 2009/2010 einen Rückgang beim Umsatz, aber gleichzeitig ein Plus beim Ergebnis. Ein positiver Faktor waren die moderaten Rohstoffpreise. Die Egger Holzwerkstoffe GmbH hat im ersten Geschäftshalbjahr 2009/2010 per Ende Oktober 2009 einen konsolidierten Umsatz von 741 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Egger mit 824 Millionen Euro noch um elf Prozent mehr umgesetzt, meldet der niederösterreichische Wirtschaftspressedienst. Das operative Betriebsergebnis hat sich demnach im Halbjahresvergleich von 38,8 Millionen Euro um 54 Prozent auf 59,8 Millionen Euro verbessert. Als Grund für den Umsatzrückgang führt Egger marktbedingte Mindermengen in der Produktion von Holzwerkstoffen an. Durch hohe Überkapazitäten in der gesamten Branche sei es auch zu einem gesunkenen Preisniveau gekommen. Demgegenüber hätten die moderaten Rohstoffpreise das Ergebnis positiv beeinflusst. Italien Italien erholt sich nur langsam von der Wirtschaftskrise. Die Auftragslage in der Maschinenindustrie ist weiterhin schlecht. Die gleiche Situation herrscht in der Bauwirtschaft. Bei allem Jammern in Italiens Baubranche erkennt man, dass die in den vergangenen Jahren von Holz gewonnenen Marktanteile im Bau zulasten von anderen Baustoffen gehalten werden. Die praktische Seminararbeit für Architekten, Bauherren und Baumeister durch Italiens Holzwerbeorganisation Promo Legno fiel, mit der Unterstützung durch österreichisches Know-how, auf fruchtbaren Boden. Schweiz Gegen Ende 2009 zogen die Zinsen an den Kapitalmärkten spürbar an. In den USA und Euroland lagen sie Ende 2009 klar über dem Niveau von Anfang Jahr, während sie in der Schweiz praktisch unverändert waren. In der Entwicklung der US-Zinsen zeigt sich einerseits die Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise, anderseits auch die steigende staatliche Kapitalnach frage. Nun liegen die Zinsen wieder da, wo sie vor dem Lehman-Konkurs gewesen waren. Im Vergleich zum Zinsniveau vor Ausbruch der Finanzkrise Mitte 2007 sind die Kapitalkosten heute aber nach wie vor sehr niedrig. Darin spiegelt sich die geringe private Nachfrage sowie die niedrige Inflation. In der Schweiz ist auch die staatliche Kapitalnachfrage gering. Dies führt einerseits dazu, dass Schweizer Unternehmen vermehrt ihr Kapital im CHF anlegen und damit das Wechselkursrisiko aufheben. Im Gegenzug legen viele ausländische Unternehmen ihr Geld im CHF an, trotz der tieferen CH-Zinsen. Sie fühlen sich durch die hohe Verschuldung der Euro-Staaten verunsichert und verlieren das Vertrauen in Ihre Währung. Die Schweiz wird zum sicheren Hafen für Kapitalanlagen. Beide Faktoren führen zu einem starken CHF gegenüber dem EUR, was die Erträge bei den Rundholzexporten schmälert. Preisempfehlungen der HOLZMARKTKOMMISSION Schweiz Am 13. Januar tagte die Schweizer Holzmarktkommission in Bern. Sie geht für den Winter und Frühling 2010 von einer kontinuierlichen Rohholznachfrage und stabilen Preisen aus. Sie rechnet mit einer weiterhin guten Aufnahmefähigkeit der Sägeholzindustrie und empfiehlt, Holz nach Absprache mit den Käufern zu schlagen. (Auszug aus der Pressemitteilung) Mitte 2009 setzte weltweit eine zögerliche Konjunkturerholung ein. Die internationale Holzindustrie hat die Krise der vergangenen zwei Jahre aber noch nicht ausgestanden. Im Unterschied zum Vorjahr startet die Holzindustrie vorbereitet in das neue Jahr. Die Produktionsmengen können den Marktverhältnissen besser angepasst werden. Die Schnittholzlager wurden abgebaut, was den Druck auf die Schnittholzpreise etwas abschwächt. Letztere haben sich auf tiefem Niveau stabilisiert. Geringere Qualitäten verzeichnen aber noch immer Wertverluste. Da der globale Handel nur langsam anzieht, ist Schnittholz für Holzverpackungen nach wie vor wenig nachgefragt. Aufgrund der harten Konkurrenz können Schweizer Sägewerke, die auf dem internationalen Markt bestehen müssen, kaum längerfristig planen. Vor allem die Entwicklung des Wechselkurses CHF/EUR stellt für die Exportindustrie ein bleibendes Risiko dar. Stabiler Nadelholz-Einschnitt der Sägeindustrie In der Schweiz schwächt sich die Bautätigkeit ab. Die Bauwirtschaft wurde jedoch weniger stark von der Rezession erfasst als die Exportwirtschaft und als der Baumarkt im benachbarten Ausland. Günstig wirkt sich das zurzeit noch tiefe Zinsniveau aus. So hat auch der Einschnitt der Schweizer Säger keine markanten Einbrüche wie in den Nachbarstaaten zu beklagen. Die Nachfrage nach Nadelrundholz blieb im Frühwinter konstant hoch. Aufgrund der gegenwärtig tiefen Rundholzvorräte kann das nach Absprache geschlagene Rundholz laufend abgeführt werden. Die Forstunternehmer haben freie Kapazität und können eingehenden Aufträgen rasch entsprechen. Laubholznachfrage und Schwellenmarkt Die Nachfrage nach Buchen-Sägerundholz durchschnittlicher Qualität bleibt schwach. In diesem Zusammenhang kritisiert die Wald- und Holzwirtschaft die aktuellsten Beschaffungsbeschlüsse der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Für das laufende Jahr wurde der grösste Teil der von der SBB ausgeschriebenen Buchen- und Eichenschwellen ins Ausland vergeben. Bahnschwellen machen fast 20 Prozent der Laubholz-Produktion der Schweizer Sägewerke aus. Sie stellen für den Laubholz-Markt ein wichtiges Segment dar. Vertreter der Wald- und Holzwirtschaft setzen sich nun im Gespräch mit der SBB für Verbesserungen im Vergabewesen ein. Preiseinschätzung der Holzmarktkommission Parallel zur allgemeinen Rezession gingen die Holzpreise in der ersten Jahreshälfte 2009 zurück. Ende Jahr setzte eine leichte Erholung ein. Bis Frühling 2010 geht die HMK von einer robusten inländischen Rohholznachfrage und einer stabilen Preissituation aus. Die für den Winter 2009 empfohlenen Preise haben weiterhin Gültigkeit. Ende Mai wird die Lage erneut beurteilt.
Ostschweiz Überdurchschnittlich viele Holzverarbeiter in der Ostschweiz sind wenig bis minimal mit Rundholz bevorratet. Die aktuelle Schneelage verschärft diese Situation noch zusätzlich. Trotz besten Bedingungen herrscht eine gespenstische Zurückhaltung im Privatwald. Ähnliche Verhältnisse sind auch im nahen Ausland Baden-Württemberg und Bayern zu verzeichnen. Die Sägeindustrie befürchtet, dass sich im 2. Quartal eine Rundholzknappheit einstellt und die Betriebe zum Teil ihre Produktionen einstellen müssen. Dies könnte zu massiven Liquiditätsproblemen führen, da die Fixkostenbelastungen (Kredite, Lohnkosten etc.) weiterhin anfallen. Aussichten Die Nachfrage nach frischem Nadelrundholz ist hoch. Verschiedene Ostschweizer Betriebe benötigen laufend Frischholz. Verarbeiter, die marktgerechte Holzpreise zu branchenüblichen Bedingungen bieten, sollen beliefert werden. Die Holzmarkt Ostschweiz AG hat für sämtliche Sortimente langjährige Holzabnehmer im In- und Ausland. Interessierte Lieferanten können sich bei der Geschäftsstelle melden (Tel. 071 375 60 90 oder E-Mail:
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). Gemeinsamer Wertholzverkauf im Kanton St.Gallen Zum zweiten Mal werden die Wertholzverkäufe im Kanton St.Gallen koordiniert und unter dem Dach der Holzmarkt Ostschweiz AG ausgeschrieben. Der traditionell stattfindende Wertholzverkauf in Buchs wurde stets rege besucht und fand immer guten Absatz für das anfallende Wertholz. Zum 4. mal veranstaltet die Waldregion See-Gaster einen zusätzlichen Verkauf in Kaltbrunn. Ein weiterer Platz in Henau, in der Waldregion St.Gallen, steht zum zweiten mal zur Verfügung. Der gemeinsame Ausschreibungstermin und die Vergabe ermöglichen es den Käufern, innert kurzer Zeit grössere Mengen zu erwerben, was sich schlussendlich positiv auf den Holzpreis auswirkt. Für die aktuelle Submission 2010 wird mit einer reduzierten Menge mit guten bis sehr guten Erlösen ausgegangen. Die Angebotslisten stehen ab dem 15. Februar zur Verfügung. Sie können auf der Webseite www.waldsg.ch / Wertholzsubmission heruntergeladen werden. Zudem stehen Kontaktdaten und Anfahrtskarten zur Verfügung. Bitte beachten Sie die Eingabefrist für die Offerten: Donnerstag, 25. Februar 2010, 12.00 Uhr Dringende Empfehlung
Industrieholz Alles anfallende Industrieholz kann laufend übernommen werden. Es bestehen Absatzmöglichkeiten für sämtliche Qualitäten und Baumarten. Im 2010 sind die Preise weiterhin stabil. Bei einigen Sortimenten konnte der Preis sogar leicht erhöht werden. Wir bitten die Waldbesitzer, weiterhin Industrieholz aufzurüsten, damit die noch bestehenden Schweizer Werke mit dem notwendigen Rohstoff versorgt werden können. Nähere Informationen über die Sortimente und Liefermöglichkeiten können direkt bei der Holzmarkt Ostschweiz AG eingeholt werden. Tendenziell werden von den Verarbeitern von Schleifholz, immer mehr Fixlängen (gerade 2.0m und 4.0m ohne Zumass) nachgefragt. Auch aus logistischen Gründen empfehlen wir das Holz auf gerade Meter abzulängen. 4 Meter Holz kann als Beispiel an mehrere Werke geliefert werden und ist im Bahnverlad kostengünstiger. Generalversammlung WVSG+FL 2010 findet am Dienstag 12. Oktober anlässlich der Sonderschau Wald an der OLMA statt. Besuchen Sie uns an der Ausstellung. Es lohnt sich.
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